Beschwerden & Behandlung
Geschwollene Beine im Alter – wann hilft Lymphdrainage?
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Geschwollene Beine haben im Alter viele Ursachen, von Venen bis Herz. Wir erklären, warum zuerst die ärztliche Abklärung kommt, wann Lymphdrainage sinnvoll sein kann und was im Alltag hilft.
Geschwollene Beine sind im Alter häufig. Dahinter können harmlose Gründe stecken, aber auch Erkrankungen von Herz, Nieren oder Venen. Deshalb gilt: zuerst ärztlich abklären lassen. Manuelle Lymphdrainage kann sinnvoll sein, wenn sie verordnet ist und zur Ursache passt.
Am Abend drücken die Schuhe, die Socken hinterlassen tiefe Rillen, die Knöchel sind dick. Viele ältere Menschen kennen geschwollene Beine. Oft sprechen sie von Wassereinlagerungen in den Beinen. Manchmal liegt es einfach am langen Sitzen oder an der Hitze. Manchmal steckt aber eine Erkrankung dahinter, die behandelt werden muss. In diesem Beitrag erklären wir, welche Ursachen es gibt, wann Sie ärztlichen Rat brauchen und wann Lymphdrainage helfen kann.
Woher kommen geschwollene Beine?
Eine Schwellung entsteht, wenn sich Flüssigkeit im Gewebe sammelt. Fachleute sprechen von einem Ödem. Mögliche Ursachen sind zum Beispiel:
Venen: Sind die Beinvenen geschwächt, fließt das Blut schlechter zum Herzen zurück. Krampfadern sind ein Beispiel.
Herz: Bei einer Herzschwäche kann sich Flüssigkeit in den Beinen sammeln, oft an beiden Seiten.
Nieren: Arbeiten die Nieren nicht richtig, kann der Körper Wasser zurückhalten.
Medikamente: Manche Mittel gegen Bluthochdruck, Schmerzmittel oder Hormone können Schwellungen fördern.
Lymphsystem: Ist der Lymphabfluss gestört, entsteht ein Lymphödem.
Bewegungsmangel und Hitze: Langes Sitzen oder Stehen und warmes Wetter verstärken Schwellungen.
Nach Operationen oder Verletzungen: Zum Beispiel nach einem neuen Knie- oder Hüftgelenk.
Diese Liste zeigt: Geschwollene Beine sind ein Zeichen, keine Diagnose. Welche Ursache bei Ihnen vorliegt, kann nur Ihre Ärztin oder Ihr Arzt feststellen.
Zuerst ärztlich abklären lassen
Bevor eine Behandlung beginnt, sollte die Ursache bekannt sein. Das ist wichtig, weil nicht jede Behandlung für jede Ursache passt. Bei bestimmten Herzerkrankungen oder akuten Entzündungen kann eine Lymphdrainage zum Beispiel ungeeignet sein. Gehen Sie deshalb zur Hausärztin oder zum Hausarzt, wenn Ihre Beine neu oder zunehmend anschwellen. Nehmen Sie eine Liste Ihrer Medikamente mit.
Sofort handeln bei diesen Warnzeichen
Ein Bein ist plötzlich dicker, gerötet, warm und schmerzt: Das kann auf eine Thrombose hinweisen. Lassen Sie das noch am selben Tag ärztlich ansehen.
Sie haben Atemnot, Brustschmerzen oder Herzrasen: Rufen Sie sofort den Rettungsdienst unter 112.
Die Haut ist großflächig rot, heiß und Sie haben Fieber: Das kann eine Entzündung sein.
Die Beine schwellen innerhalb weniger Tage stark an oder Sie nehmen schnell an Gewicht zu.
Wann kann Lymphdrainage helfen?
Die Manuelle Lymphdrainage ist eine sanfte Behandlung mit langsamen, kreisenden Griffen. Sie soll den Abfluss von Gewebsflüssigkeit über das Lymphsystem anregen. Sinnvoll sein kann sie zum Beispiel bei einem Lymphödem, bei Schwellungen nach Operationen oder Verletzungen oder bei bestimmten Venenleiden. Ob sie für Sie passt, entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt. Sie erhalten dann eine Heilmittelverordnung.
Oft gehört eine Kompression dazu, zum Beispiel mit Bandagen oder Kompressionsstrümpfen. Sie hilft, die Wirkung der Behandlung im Alltag zu halten. Mehr zum Ablauf lesen Sie im Beitrag Manuelle Lymphdrainage: Wann sie verordnet wird und wie sie abläuft. Nach einer Gelenkoperation finden Sie Hinweise im Beitrag Lymphdrainage nach Knie- oder Hüft-OP.
Was Sie im Alltag tun können
Diese Tipps können bei vielen Ursachen entlasten. Bei Herz- oder Nierenerkrankungen besprechen Sie sie bitte vorher mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Bewegen Sie die Füße: Fußwippen und Kreisen im Sitzen aktivieren die Wadenmuskelpumpe.
Gehen Sie regelmäßig: Kurze Spaziergänge über den Tag verteilt helfen den Venen.
Legen Sie die Beine hoch: Mehrmals am Tag für einige Minuten, etwas höher als das Herz, wenn Ihre Ärztin nichts dagegen hat.
Vermeiden Sie langes Sitzen mit übereinandergeschlagenen Beinen.
Tragen Sie verordnete Kompressionsstrümpfe jeden Tag, morgens anziehen.
Trinken Sie so viel, wie Ihre Ärztin oder Ihr Arzt empfiehlt. Weniger trinken ist kein Mittel gegen Wassereinlagerungen.
Pflegen Sie die Haut mit einer milden Creme und achten Sie auf kleine Verletzungen.
Häufige Irrtümer
„Geschwollene Beine gehören zum Alter.“ Sie sind häufig, sollten aber trotzdem abgeklärt werden.
„Lymphdrainage hilft immer.“ Sie passt nur zu bestimmten Ursachen und braucht eine ärztliche Entscheidung.
„Ich sollte weniger trinken.“ Das kann sogar schaden. Besprechen Sie die Trinkmenge mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Wie wir Sie in Quakenbrück unterstützen
Haben Sie eine Verordnung für Manuelle Lymphdrainage, behandeln wir Sie in unserer Praxis am Heckenweg 1. Ein Treppenlift bringt Sie ins Obergeschoss. Wenn Ihnen der Weg zu schwer fällt und ein Hausbesuch verordnet ist, kommen wir in Quakenbrück und Umgebung zu Ihnen nach Hause. In der Krankengymnastik zeigen wir Ihnen zudem Übungen für die Venen und die Beweglichkeit.
Das Wichtigste in Kürze
Geschwollene Beine haben viele Ursachen, darunter Venen, Herz, Nieren und Medikamente.
Neue oder zunehmende Schwellungen sollten zuerst ärztlich abgeklärt werden.
Einseitige, rote und warme Schwellung kann eine Thrombose sein: am selben Tag ärztlich ansehen lassen.
Lymphdrainage kann sinnvoll sein, wenn sie verordnet ist und zur Ursache passt.
Bewegung, Hochlegen und Kompression können im Alltag entlasten.
Häufig gestellte Fragen
Was hilft schnell gegen geschwollene Beine?
Hochlegen und Bewegung der Füße können kurzfristig entlasten. Wichtiger ist aber, die Ursache ärztlich abklären zu lassen.
Bekomme ich Lymphdrainage für geschwollene Beine verordnet?
Das hängt von der Ursache ab. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt entscheidet, ob eine Lymphdrainage medizinisch sinnvoll ist.
Sind geschwollene Beine gefährlich?
Oft sind sie harmlos. Sie können aber auch auf eine Erkrankung hinweisen. Deshalb sollten Sie sie ärztlich abklären lassen, bei Warnzeichen sofort.
Quellen und weiterführende Informationen
Sie haben eine Verordnung für Lymphdrainage oder Fragen zu geschwollenen Beinen? Rufen Sie uns an unter 01523 1607701 oder senden Sie eine Terminanfrage.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Untersuchung, Diagnose oder Verordnung.




