Beschwerden & Behandlung
Lymphdrainage nach Knie- oder Hüft-OP
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Nach einem neuen Knie- oder Hüftgelenk schwillt das Bein oft wochenlang an. Wir erklären, wann Lymphdrainage verordnet wird, wie sie abläuft und welche Warnzeichen wichtig sind.
Lymphdrainage nach Knie-OP oder Hüft-OP kann helfen, die typische Schwellung am operierten Bein zu verringern. Sie wird ärztlich verordnet, auch als Hausbesuch. Ein dickes, rotes und warmes Bein oder Atemnot sind Warnzeichen, die sofort ärztlich abgeklärt werden müssen.
Nach einem künstlichen Knie- oder Hüftgelenk ist eine Schwellung am operierten Bein ganz normal. Sie kann einige Wochen, manchmal auch Monate anhalten. Die Schwellung spannt, macht das Beugen schwer und kann Schmerzen verstärken. Viele Patientinnen und Patienten fragen deshalb nach Lymphdrainage nach Knie-OP oder Hüft-OP. In diesem Beitrag erklären wir, wann sie verordnet wird, wie sie abläuft und was Sie selbst tun können.
Warum schwillt das Bein nach der Operation an?
Bei der Operation werden Gewebe, kleine Blut- und Lymphgefäße verletzt. Der Körper reagiert mit einer Entzündung, die zur Heilung gehört. Dabei sammelt sich Flüssigkeit im Gewebe. Das Lymphsystem transportiert diese Flüssigkeit normalerweise ab. Nach einer Operation ist es aber vorübergehend überlastet. Dazu kommen weniger Bewegung und viel Sitzen in den ersten Wochen.
Die Schwellung ist oft rund um das Gelenk am stärksten. Sie kann sich bis zum Unterschenkel und Fuß ausbreiten. Abends ist sie meist ausgeprägter als morgens.
Lymphdrainage nach Knie-OP: so läuft sie ab
Die Manuelle Lymphdrainage ist eine sanfte Behandlung mit den Händen. Mit kreisenden, pumpenden Griffen wird die Haut leicht verschoben. Das regt die Lymphgefäße an, Flüssigkeit abzutransportieren. Die Behandlung beginnt meist am Hals oder am Bauch. So werden die Abflusswege frei gemacht. Danach wird das Bein von oben nach unten behandelt, die Narbe wird ausgespart.
Die Griffe sind leicht und sollten nicht wehtun. Viele Menschen empfinden die Behandlung als entspannend. Je nach Verordnung dauert eine Einheit 30, 45 oder 60 Minuten. Mehr zum Ablauf lesen Sie im Beitrag Manuelle Lymphdrainage: Wann sie verordnet wird und wie sie abläuft.
Lymphdrainage und Krankengymnastik
Lymphdrainage ersetzt keine Übungen. Nach einer Knie- oder Hüftoperation steht die Krankengymnastik im Vordergrund. Sie hilft, das Gelenk wieder zu beugen und zu strecken, die Muskeln zu kräftigen und sicher zu gehen. Bewegung unterstützt außerdem den Abtransport der Flüssigkeit. Ob zusätzlich Lymphdrainage sinnvoll ist, entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt.
Wer verordnet die Lymphdrainage?
Lymphdrainage nach einer Operation ist eine ärztlich verordnete Behandlung. Die Verordnung kann von der Klinik, der Reha-Einrichtung, Ihrer Hausärztin, Ihrem Hausarzt oder der orthopädischen Praxis kommen. Auf der Verordnung stehen die Anzahl der Behandlungen, die Dauer und oft die Häufigkeit pro Woche. Wenn Sie nicht in die Praxis kommen können, kann ein Hausbesuch verordnet werden.
Was Sie selbst tun können
Bewegen: Bewegen Sie Fuß und Zehen mehrmals am Tag, zum Beispiel mit Fußkreisen. Das unterstützt die Muskelpumpe.
Hochlagern: Legen Sie das Bein in Pausen leicht erhöht. Beim Knie sollte es dabei gestreckt liegen, nicht mit einer Rolle unter der Kniekehle.
Kühlen: Kühlen kann angenehm sein. Legen Sie ein Tuch zwischen Haut und Kühlpack und kühlen Sie nur kurz.
Kompression und Thromboseschutz: Halten Sie sich an die Vorgaben der Klinik zu Kompressionsstrümpfen und Medikamenten.
Nicht zu lange sitzen: Stehen Sie regelmäßig auf und gehen Sie ein paar Schritte, so wie es Ihnen erlaubt wurde.
Weitere Tipps für die erste Zeit finden Sie im Beitrag Neues Knie- oder Hüftgelenk: Die ersten Wochen nach der Operation.
Wann Sie sofort zum Arzt sollten
Eine gewisse Schwellung ist normal. Diese Zeichen sollten Sie aber ernst nehmen und umgehend ärztlich abklären lassen:
Die Wade wird plötzlich dicker, schmerzt, ist gerötet oder warm,
Die Schwellung nimmt deutlich zu statt langsam ab,
Die Narbe wird rot, heiß, nässt oder Sie bekommen Fieber,
Sie bekommen plötzlich Atemnot, Brustschmerzen oder Herzrasen.
Atemnot und Brustschmerzen können auf eine Lungenembolie hindeuten. Rufen Sie dann sofort den Rettungsdienst unter 112. Eine geschwollene, schmerzhafte Wade kann auf eine Thrombose hindeuten. Auch dann ist keine Lymphdrainage angebracht, bis die Ursache ärztlich geklärt ist.
Wie wir Sie in Quakenbrück unterstützen
Mit einer ärztlichen Verordnung behandeln wir Sie in unserer Praxis am Heckenweg 1 in Quakenbrück. Ein Treppenlift bringt Sie ins Obergeschoss, auch mit Unterarmgehstützen. Wenn der Weg zu schwer ist, kommen wir auf Verordnung zu Ihnen nach Hause, in Quakenbrück und Umgebung. Wir bieten Manuelle Lymphdrainage, Krankengymnastik und Hausbesuche an. Einen Überblick über die Zeit nach der Operation gibt unsere Seite Physiotherapie nach Operation.
Das Wichtigste in Kürze
Eine Schwellung nach Knie- oder Hüft-OP ist häufig und kann Wochen anhalten.
Manuelle Lymphdrainage kann helfen, die Schwellung zu verringern.
Sie wird ärztlich verordnet, auch als Hausbesuch.
Übungen und Bewegung bleiben der wichtigste Teil der Nachbehandlung.
Dicke, rote, warme Wade oder Atemnot sofort ärztlich abklären lassen.
Häufig gestellte Fragen
Wie lange nach der OP ist Lymphdrainage sinnvoll?
Das hängt von der Schwellung ab. Manche brauchen sie nur in den ersten Wochen, andere länger. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt entscheidet über die Verordnung.
Wie oft pro Woche findet die Lymphdrainage statt?
Die Häufigkeit steht auf der Verordnung. Oft sind es ein bis drei Termine pro Woche.
Darf ich nach der Lymphdrainage Kompressionsstrümpfe tragen?
Wenn die Klinik oder Ihre Ärztin Kompression empfohlen hat, ziehen Sie die Strümpfe nach der Behandlung wieder an.
Kann ich die Lymphdrainage zu Hause bekommen?
Ja, wenn auf der Verordnung ein Hausbesuch vermerkt ist. Ob wir Ihren Wohnort anfahren können, klären wir am Telefon.
Quellen und weiterführende Informationen
Sie wurden am Knie oder an der Hüfte operiert und haben eine Verordnung erhalten? Rufen Sie uns an unter 01523 1607701 oder senden Sie eine Terminanfrage.
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Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Untersuchung, Diagnose oder Verordnung.




